Padel im TV oder Stream

Durch den Verband FIP wird der Padel-Profisport immer professioneller. Da die spektakuläre Sportart auch besonders attraktiv für Fernsehübertragungen ist, formieren sich allmählich immer mehr TV-Formate. Führend – wie im Profi Padelsport allgemein – ist natürlich Spanien. Aber auch in Frankreich und Deutschland rührt sich allmählich etwas.

Television Espaniola (TVE) mit Padel Übertragungs-Jahresvertrag

Für die Saison 2022 hat der führende spanische öffentlich-rechtliche Sender TVE einen Vertrag mit Premier Padel geschlossen. Beginnend mit der Übertragung des Greenweez Paris Premier Padel Major im Juli, das im legendären Stade Roland-Garros ausgetragen wurde, folgte das Madrid Premier Padel P1, das vom 1. bis 6. August im WiZink Center stattgefunden hat. TVE wird auch weiterhin alle „Majors“- und „P1“-Events aus dem Premier Padel-Kalender 2022 übertragen, einige davon auf der digitalen Senderplattform „RTVE Play“. Darüber hinaus wird es ein grundsätzlich kostenloses Angebot auf YouTube geben, das für alle Interessierten zugänglich ist. Damit sind alle noch in diesem Jahr stattfindenden Top-Turniere der Premier Padel Serie im TV zu sehen, auf YouTube auch weltweit. Hier die Termine, die noch ausstehen.

Padel im deutschen Fernsehen

Seit kurzem hat Sky in Deutschland einen eigenen Tennis-Chanel „Sky Sport Tennis“ gelauncht, in dem auch Padel-Turniere übertragen werden. Auf Anfrage bei Sky wurden folgende Sendetermine mit folgendem Hinweis genannt: „Unser Sendeplan sieht aktuell vor, dass wir die jeweiligen Finalspiele der Turniere zeitversetzt am Folgetag zeigen.“

Bis zum 4. September sind im Sky-Programm folgende Premier Padel-Turniere mit Übertragungen vorgesehen:

26.8.: Madrid Premier Padel P1, Finale, 19.00 Uhr bis 22.15

31.8. Mendosa Premier Padel P1, Finale, 22.30 Uhr bis 02.00 Uhr

01.9. Paris Premier Padel Major, Finale, 12.30 Uhr bis 15.00 Uhr

01.9. Italy Premier Padel Major, Finale, 23.00 Uhr bis 02.30 Uhr

 

Weitere Übertragungen und Infos zum kostenpflichtigen Sky-Abo gibt es hier.

Canal+ mit Padel Angeboten in vielen Ländern

Der französische Privatsender CANAL+ hat nach eigenen Angaben mit der FIP einen Vertrag bis 2026 geschlossen.  Ausgestrahlt werden mindestens 10 Turniere, darunter 4 Majors in den Jahren 2022 und 2023, und dann mehr als 20 Turniere, darunter 4 Majors, ab 2024. Erster Termin für Premier Padel auf CANAL+-Kanälen war das Greenweez Paris Premier Padel Major 2022 in Roland-Garros vom 10. bis 17. Juli. CANAL+ wird den Empfang der Premier Padel Übertragungen nach eigenen Aussagen für mehr als 60 Länder weltweit anbieten. Auf Anfrage bei Canal+ in Österreich (in Deutschland gibt es kein Angebot des Senders) war allerdings für den deutschsprachigen Raum noch nichts mit Padel in Planung.

Zum weltweiten Angebot von Canal+ geht es hier.

Youtube mit vielen Videos von Padel Turnieren

Es gibt einen Kooperation zwischen Premier-Padel und YouTube unter dieser Adresse. Hier werden allerdings keine Matches live übertragen, es gibt aber viele Videos und Rückblicke.

Padel und Tennis

Der Padel-Boom in ganz Europa hält an. Courts sprießen nur so aus dem Boden und Padel – vor allem die Turniere der Profis – nimmt immer mehr Raum in der öffentlichen Wahrnehmung ein. Immer wieder wird auf die Ähnlichkeit von Padel mit Tennis hingewiesen. Aber es gibt auch gravierende Unterschiede.

Padel und Tennis: Ein Sportart-Bruder-Paar

Landläufig wird Padel oft als „kleiner Bruder des Tennis“ bezeichnet, was der Trendsportart aber nur bedingt gerecht wird. Auch die Interpretation als „Mischung aus Squash und Tennis“ trifft den Sachverhalt nicht präzise, denn es handelt sich um völlig eigenständige Sportarten.

Die Gemeinsamkeiten sind die Zählweise, die der beim Tennis absolut identisch ist und die Tatsache, dass mit leicht modifizierten Tennisbällen gespielt wird. Außerdem sind beim Padel die Grundschläge, als Vor- und Rückhand und das Volleyspiel ähnlich den Schlägen beim Tennis. Wer also gut Tennis spielt, trifft auch den Padel-Ball und umgekehrt. Aber weder ist ein sehr guter Padel-Spieler automatisch ein Tennis-Crack noch spielt der Tennisprofi sofort wettbewerbsfähig Padel.

Padel vs Tennis: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Die Unterschiede zwischen Padel und Tennis beginnen beim Spielfeld und reichen über die Ausrüstung bis zur Spielweise. Der wichtigste Unterschied ist vermutlich, dass es im Padel keinen „Einzelwettbewerb“ gibt, Padel wird grundsätzlich als Doppel, also vier gegen vier gespielt. Hier die weiteren wesentlichen Unterscheidungsmerkmale:

Die Courts: Mit und ohne Glas, mit und ohne Auslauf

Wer zum ersten Mal auf einem Padel-Court steht, kann den Unterschied sofort richtig spüren: Padel wird in einer Art Kasten gespielt, hinten und seitlich hinten weist der Padel-Court Glas- oder Kunststoffscheiben auf, die nicht nur das Spielfeld begrenzen, sondern auch ins Spiel integriert werden. Ein Tennisplatz misst 23,77 Meter x 10,97 Meter und hat hinter den Grundlinien etwa fünf Meter Auslauf, seitlich mindestens drei Meter. Das Tennis-Netz ist in der Mitte 91,4 Zentimeter hoch, an den Seiten sind 107 Zentimeter Höhe vorgeschrieben

Der Padel-Court misst exakt 20 x 10 Meter, Die Stirnwände haben eine Höhe von 4 Meter. An den Seitenwänden verringert sich diese Höhe nach ca. einem Meter auf 3 Meter Höhe.

Das Netz ist 10 Meter lang und hat in der Mitte eine Höhe von 0,88 Meter – am Rand darf das Netzt maximal 0,92 Meter hoch sein. Da liegt bereits ein gravierender Unterscheid für diejenigen, die den Bau eines Padel-Platzes in Erwägung ziehen: Die Fläche ist durch den nicht benötigten Auslauf deutlich kleiner als die für einen Tennisplatz. Daher können bei der Planung von Padel-Anlagen die Courts auch sehr eng nebeneinander angeordnet werden.

Padel-Rackets und Tennisschläger: Zwei vollkommen unterschiedliche Welten

Was die Schläger angeht, sind die Unterschiede zwischen Padel und Tennis gravierend. Es ist nicht mal im Ansatz daran zu denken, eine der Sportarten mit einem Schläger zu spielen, der für die andere bestimmt ist. Der Tennisschläger ist um die 68 Zentimeter lang, weist eine Schlagfläche von 97 bis 105 Inch auf und wiegt zwischen 260 (sehr leicht) und 340 (Profischläger) Gramm. Tennisrackets sind mit Saiten bespannt, die den Ball quasi nach dem Auftreffen aus der Schlägermitte herausbeschleunigen. Daher sind mit Tennisschlägern sehr hohe Ballgeschwindigkeiten (beim Profi-Aufschlag bis 240 Stundenkilometer) machbar.

Das Padel-Racket ist deutlich kürzer. Maximal 46 Zentimeter sind vorgeschrieben bei ebenfalls maximalen 26 Zentimeter Breite (an der breitesten Stelle). Die Voll-Kunststoff-Schläger wiegen zwischen 340 und 390 Gramm und weisen statt einer Bespannung eine durchgehend Schlagfläche auf, die aus dem Basisschlägermaterial besteht und mit durchgehenden Löchern perforiert ist. In der Regel ist am Griff des Padel-Schlägers eine Schlaufe angebracht, die grundsätzlich ums Handgelenk zu tragen ist, wenn man auf dem Court steht. Damit soll verhindert werden, dass einer der Mitspieler verletzt wird, sollte einem Akteur das Racket aus der Hand gleiten und sich selbstständig machen. Was auf den ersten Blick auffällt, sind auch die unterschiedlichen Preise für beide Racket-Typen. Obwohl der Tennisschläger filigraner erscheint und vermutlich mehr Aufwand bei der Herstellung verursacht, sind Padel-Rackets etwas teurer als Tennisschläger. Die Hersteller argumentieren dabei mit dem Einsatz von etwas teurerem Material beim Padel-Schläger-Bau.

Padel-Bälle: Zur größten Not geht auch der reguläre Tennisball

Die Padel-Bälle sind ebenso groß wie reguläre Tennisbälle, sind aber nicht so prall mit Luft gefüllt wie letztere. Sie entsprechen etwa den Bällen, die beim Tennis für Kids zwischen 6 und zwölf verwendet werden (Stage-Bälle). Aber zur Not machen sich auf dem Padel-Court auch Tennisbälle ganz gut, vor allem, wenn sie nicht frisch aus der Dose kommen. Vom Verband vorgeschrieben sind folgende Padel-Ball-Eigenschaften: Der Durchmesser beträgt zwischen 6,35 und 6,67 Zentimeter, das Gewicht liegt zwischen 56 und 59,4 Gramm. Beim Aufprall auf einen harten Boden aus einer Höhe von 2,54 Metern muss der zugelassene Padel-Ball eine Sprungkraft von 135-145 Zentimeter aufweisen. Im Gegensatz zu den Rackets sind Padel-Bälle etwas günstiger. Ein Wechsel auf neue Bälle sollte in beiden Sportarten nach spätestens fünf bis zehn Spielstunden erfolgen.

Unterschiede in der Schlagtechnik: Spin spielt beim Padel kaum eine Rolle

Schon die Bauweise des Schlägers limitiert beim Padel die Schlagvariationen. Während beim Tennis die dünne Besaitung sich tief in die Ballstruktur ein gräbt, prallt der Paddelball auf dem Brett von einer nahezu glatten Oberfläche ab. Damit ist begründet, dass beim Tennis Bälle mit Spin, also Vorwärts- oder Rückwärtsdrall, vor allem bei fortgeschrittener Spielweise wichtige Elemente des erfolgreichen Spiels sind. Mit dem Paddel Racket Vorwärtsdrall zu erzeugen, ist ein sehr schwieriges Unterfangen. Allenfalls Slice-Schläge, bei denen der Ball mit angeschrägter Schlagfläche und einer Bewegung von oben nach unten getroffen wird, sind auch beim Padel üblich und wirksam.

Aufschlag, Stop und Lob: ähnlich und doch grundverschieden

Der Padel-Aufschlag erfolgt grundsätzlich „von unten“: Der Ball wird vom aufschlagenden Spieler einmal aufprallen gelassen und dann ins Aufschlagfeld schräg gegenüber geschlagen. Daher sind Asse, die beim Tennis vor allem in höheren Klassen zur Routine gehören, beim Padel eher die Ausnahme. Gleichwohl gibt es auch hier Aufschlagvarianten, um den Gegner schon beim Return in Bedrängnis zu bringen. Aber der Aufschlag hat insgesamt nicht die Bedeutung, wie es beim Tennis üblich ist. Auch beim Paddel gibt es den Stopp, also einen Ball der kurz hinter dem Netz aufkommt um den Gegner nach vorne zu locken. Aber auch der Stopp spielt beim Padel eine andere Rolle, da er selten zum direkten Punktgewinn führt. Das liegt natürlich daran, dass Padel grundsätzlich als Doppel gespielt wird und sich im Spielverlauf meistens einer der beiden Spieler in Netz-Nähe befindet.

Der Lob, der beim Tennis den ans Netz stürmenden Spieler überrascht und wieder Richtung Grundlinie jagen oder zum Smash zwingen soll, wird beim Padel völlig anders inszeniert. Hier sind sehr wirksame Schläge Lobs, die über die Gegner fliegen und dann in der Nähe der hinteren Scheibe im beinahe senkrechten Winkel aufkommen. Diese Bälle sind für die Kontrahenten nur sehr schwer zurückzuspielen. Das direkte Überspielen eines Netzspielers beim Padel führt kaum zum Erfolg, da der Lob ja nach dem Aufprall von der hinteren Glasscheibe wieder zurückprallt und relativ einfach weiter gespielt werden kann. Im Tennis hingegen ist ein gut gespielter Lob nur noch zu erwischen, wenn es dem überlobbten Spieler gelingt, den Ball einzuholen, um ihn dann zurückzuspielen.

Bekleidung und Schuhe: Da machen Padel und Tennis keinen Unterschied

So unterschiedlich die Schläger beider Sportarten sind, so einfach ist das Ausrüsten mit Bekleidung und Schuhen. Da sind nämlich kaum Unterschiede, also tun es fürs erste Padel-Match die Textilien und Schuhe, die normalerweise in der Tennistasche zu finden sind. Übrigens: Beinahe alle klassischen Tennismarken haben auch Padel-Bekleidung im Angebot. Aber es gibt darüber hinaus ein paar spezifische Padel-Marken, die mit besonders lässigen Styles daherkommen. Schau doch mal im Shop vorbei!

Cupra Padel-Point Tour

Mit der Cupra-Padel-Point-Tour haben Padel-Point und der Autohersteller Cupra am Beispiel Frankreich eindrucksvoll gezeigt, wie man eine Padel-Turnierserie etabliert, die nicht nur von Spielerinnen und Spielern begeistert angenommen wird, sondern auch von Padel-affinen Zuschauern. Die Cupra-Padel-Point Tour findet an insgesamt elf Terminen in neun französischen Städten auf jeweils unterschiedlichen Padel-Anlagen in Frankreich statt. Gestartet ist die Serie bereits im April und das letzte Turnier findet im September statt (hier ein Überblick zu den Orten und Daten). Einen Rückblick auf bereits ausgetragene Events gibt es hier.

Bei den Turnieren der derzeit größten Turnierserie in Frankreich gibt es grundsätzlich Wettbewerbe für Männer sowie für Frauen. Allerdings liegt die weibliche Beteiligung noch weit unter der von männlichen Sportlern. Bisher waren von allen Teilnehmern durchschnittlich über 80 Prozent der gemeldeten Spieler männlich. Aber die Damen werden auch immer aktiver, wie die Statistik zeigt. Die Teilnehmerfelder und Turnier-Bäume teilen sich jeweils in die Kategorien P100 und P500 bei Frauen und Männern. Die jeweiligen Endspielteilnehmer qualifizieren sich automatisch für das Finale der Gesamt-Tour. Dieses Masters-Turnier wird vom 16. bis 18. September auf der Anlage des Pariser Padelclubs „Les Pyramides“ ausgetragen.

Bei den Einzelturnieren gibt es für die Teilnehmer auch Preisgelder sowie Sachpreise zu gewinnen. Die Siegerpaarung eines P500er Turniers darf 360 Euro mit nach Hause nehmen, die Finalisten freuen sich über 180 Euro Preisgeld. Für die Turniersieger beider Wettbewerbe (P100 und P500) gibt es zudem hochwertige Schläger von Wilson sowie ein Cupra-Sweatshirt. Die Finalisten erhalten eine Wilson-Tasche und ein Cupra-Poloshirt. – eine Teilnahme lohnt sich also auf jeden Fall!

Wertvolle Punkte für die französische Rangliste

Neben den attraktiven Preisen gibt es aber auch rein sportlich etwas für die Teilnehmer zu holen. Es gibt nämlich Punkte für die nationale Rangliste in Frankreich. Bei den P100-Turnieren teilen sich die Punkte wie folgt auf:

Gewinner-Paarung:                100 Punkte

Finalisten:                               80 Punkte

Halbfinalisten:                        72 Punkte

Viertelfinalisten:                    60 Punkte

 

Richtig interessant wird es bei den P500er-Wettbewerben mit folgender Punkteverteilung:

Gewinner-Paarung:                500 Punkte

Finalisten:                               400 Punkte

Halbfinalisten:                        325 Punkte

Viertelfinalisten:                    250 Punkte

Attraktives Rahmenprogramm für die Zuschauer

Der Turnierverlauf gestaltet sich bei jedem Cupra-Padel-Point-Turnier in etwa gleich. Es beginnt am Freitagabend mit den ersten Vorrunden-Spielen. Der Samstag steht dann voll im Zeichen packender Begegnungen, eingerahmt von einem tollen Programm für die Zuschauer. Die können Padel Equipment ausprobieren, selbst auf einem Padel Court spielen, Profi-Showkämpfe genießen und für Kids gibt es ein Animationsprogramm und die Möglichkeit, beim Bälle werfen Preise zu gewinnen. Dies alles findet in der Regel am Samstagnachmittag statt. Die Matches werden von morgens bis mittags und dann wieder ab 17 Uhr bis in den Abend hinein ausgetragen.

Organisation durch den ausrichtenden Club

Unterstützt durch die Event-Organisation „Welldone“ ist grundsätzlich der offizielle Schiedsrichter des organisierenden Clubs für die Turnierausrichtung verantwortlich. Er erstellt den Turnierplan, überwacht die Matches und pflegt die Ergebnisse ein, die später für die Punktevergabe relevant sind. Welldone kümmert sich im Hintergrund um den Registrierungsprozess nach der Anmeldung und unterstützt auf Wunsch die Turnierorganisation. Für die Rahmenprogramme sowie das kulinarische Angebot, das bei jeder Veranstaltung stattfindet, ist ebenfalls der Ausrichter-Club eigenverantwortlich.

Für jedes Einzelevent gibt es zudem einen Event-Webseite mit allen Informationen rund um das Turnier.

 

Übrigens: Nach jedem Event gibt es ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen. Padel-Point spendiert u.a. Padel Schläger auf dem französischen Instagram-Kanal. Der Gewinner wird nach Ablauf einer Woche auf Instagram bekannt gegeben.

Hier noch der Ausblick auf die nächsten Cupra-Padel-Point-Turniere:

Beausoleil in Monaco, 29. bis 31. Juli

Hier Infos zum Turnier.

 

Rennes, 2. bis 4. September

Hier Infos zum Turnier.

 

Masters-Turnier in Paris Ouest, 16. bis 18. September

Hier Infos zum Turnier.

Aktuelles zur Cupra-Padel-Point Tour

Verfolge die Cupra-Padel-Point-Tour auch auf Facebook, Instagram und YouTube.

Wir halten Dich außerdem hier in unserem Blog weiter auf dem Laufenden, was die Cupra-Padel-Point-Tour und weitere Events rund um den Trendsport Padel angeht.

 

Hier siehst du ein paar Impressionen des letzten Events:

Premier Padel: Die Traumwoche in Roland Garros

Es war mit Sicherheit das mit größter Spannung erwartete Top-Turnier in der bisherigen Geschichte des Padel-Sports. Vom 11. bis 17. Juli kämpften die besten Padelspieler der Welt um ein Preisgeld von 525.000 Dollar in der Sommerhitze von Paris. Aber das eigentlich herausragende war der Spielort. Das Turnier wurde nämlich auf der legendären Tennisanlage Roland Garros ausgetragen, der Anlage, die auch das Grand Slam Tennis-Turnier von Paris beheimatet. Das Turnier endete mit einem echten Traumfinale zwischen Alejandro Lebron/Juan Galan gegen Juan Tello/Federico Chingotto, ein Finale der aktuell besten Athleten der Welt. Dazu heißt es in einer Pressemeldung des Veranstalters:

„Alejandro Galan und Juan Lebron zeigten seit dem Viertelfinale magisches Padel. Jetzt schreiben sie Geschichte, indem sie das allererste Paris Padel Major gewonnen haben.

Juan Tello und Federico Chingotto spielten ein gutes Match und behaupteten sich gut gegen das beste Paar der Welt. Doch im dritten entscheidenden Satz reichte es nicht, und Juan Lebron und Alejandro Galan gewannen den letzten Satz mit 6:4. Wie erwartet wurde das Publikum in Roland Garros mit einem schnellen und lebhaften Padel mit den schnellen Bedingungen verwöhnt, die die ganze Woche über gleich waren.

Lebron und Galan starteten am besten in das Match und gewannen den ersten Satz mit 6:3. Das argentinische Team spielte im zweiten Satz auf und gewann mit 6:4. Damit kamen sie dem Titel so nah wie möglich.“ Alle Ergebnisse des Turniers auf einen Blick gibt es hier.

Eine eindrucksvolle Turnierwoche mit tollem Erfolg– und die nächste Auflage in Planung

Die Veranstalter des Megaevents wollten nicht nur sportlich ein Zeichen setzen. Es ging auch darum, den tausenden Zuschauern, auch denen am Fernseher, zu zeigen, welches Potenzial in Padel steckt und das dieser Sport mit Sicherheit seinen Siegeszug um den Globus antreten wird. Der Direkt des Hauptsponsors Arnoud Di Pasquale sagte nach dem Finale: „Diese erste Ausgabe von Greenweez Paris Premier Padel Major hat alle Erwartungen erfüllt. Juan Lebrón und Ale Galan werden die ersten Spieler in der Geschichte, die den Major im Stade Roland Garros gewinnen konnten. Ein hart umkämpftes Finale (6:3, 4:6, 6:4), in dem die großen Favoriten den Titel gegen das argentinische Duo Chingotto/Tello gewannen. In einer fantastischen und farbenfrohen Atmosphäre ein würdiges Finale nach einer unglaublichen Woche! Dieses große Padel-Festival hat dem Publikum ermöglicht, hautnah mit Padel in Kontakt zu kommen und eine attraktive Show zu genießen. Ein großes Dankeschön an alle, die mitgemacht haben. Gemeinsam bringen wir Padel ganz nach vorne!“

Roland Garros 2023?

Die Veranstalter werten das Turnier in Roland Garros als vollen Erfolg und wollen im nächsten Jahr die zweite Auflage der Veranstaltung wieder auf diesem ehrwürdigen Boden durchführen. Allerdings sollen im nächsten Jahr auch die besten Frauen der Welt gegeneinander antreten. Darüber hinaus müssen nach Ansicht der Veranstalter im kommenden Jahr früher die Werbetrommeln gerührt werden. Denn in diesem Jahr ging alles blitzschnell, vor allem durch das spontane Engagement des neuen Verbandes FIP im Padel-Sport. Noch sind viele Profispieler verunsichert, was ihre Terminplanung angeht. Aber im nächsten Jahr wird viel mehr Klarheit geschaffen sein, denn Premier Padel etabliert sich allmählich als Top-Turnierreihe unter den Padel-Profis. Auch das Fernsehen wird als Multiplikator von Padel-Veranstaltungen immer wichtiger. Von Roland Garros hat beispielsweise der französische Sender Canal+ ausführlich berichtet und nach ersten Auswertungen über 500.000 Zuschauer erreicht.

Detaillierte Informationen zu den Profi-Turnieren folgen hier und auf der Webseite des Verbandes FIP sowie auf der Turnierliste der WPT.

Padel Turniere - Rückblick und Ausblick

Zunächst ein kleiner Rückblick auf die vergangenen Turniere der Cupra Padel-Point Tour der letzten Wochen, basierend auf den Berichten des Padel-Journalisten Nasser Hoverini:

 

Cupra Padel Tour Bordeux vom 1. bis 2. Juli:

Gespielt wurde das Amateur-Turnier auf der Anlage 4Padel in Bordeux in einem außergewöhnlichen Format: Freitags ein P100-Turnier gefolgt von einem P250-Turnier am Samstag. Stargast war Pablo Lijo, die aktuelle Nummer 44 der Weltrangliste, der sich auf der Cupra Padel-Point Tour zeigte. Pablo bewies sein Können in einem Schaukampf mit Mélissa Martin gegen JT Peyrou mit Amélie Détrivière und das Quartett begeisterte das Publikum.

 

Cupra Padel Tour La Rochelle, 10. bis 12. Juni:

Es war das fünfte Turnier der Cupra Padel-Point Tour, das in La Rochelle stattfand und mit dem Endspiel am 12. Juni endete. Das außergewöhnlich gut besuchte Turnier machte hervorragende Werbung für den Padel-Sport. Hier wurde zudem eine Wettkampf-Innovation ausprobiert. Die Vorrunden-Matches wurde im Modus eine sogenannten „langen Satzes“ gespielt. Statt der üblichen zwei Gewinnsätze geht der lange Satz bis 9, muss allerdings mit zwei Spielen Unterscheid, also beispielsweise 9:7 gewonnen werden. Andernfalls wird weitergespielt, bis die zwei Spiele Unterschied erreicht sind. Ab dem Viertelfinale wurde dann wieder im gewohnten Zweisatz-Format gespielt. Von den Spielerinnen und Spieler wurde die Modus-Variante sehr offen angenommen, nun bleibt zu überlegen, ob es sinnvoll ist, in allen Cupra-Padel-Turnieren diesen Modus einzuführen.

 

Cupra Padel-Point Les Pyramids, 3. bis 5. Juni:  Ein heißes Padel-Wochenende

Die 7. Station der Cupra Padeltour führte auf die Anlage Les Pyramids im Osten von Paris, auf der normalerweise eines der größten Turniere der französischen Meisterschaft (P2000) stattfindet. Hier wurden vier Wettbewerbe (1 P500 Männer und 1 P500 Frauen, 1 P100 Männer und 1 P100 Frauen) ausgetragen. Vor vollen Rängen begeisterte vor allem das Match von Ben Tison (französische #1) und Téo Zapata (#66 der Welt) gegen Yann Auradou (#9 der französischen Rangliste) und Manuel Vives (#25 der französischen Rangliste), die einen tollen Vorgeschmack auf das Niveau boten, das beim ersten Turnier in Roland Garros in den kommenden Tagen zu erwarten ist.

Premier Padel: Ein heißer Turniersommer hat angefangen

Premier Padel – so heißt die Marke, unter der der internationale Padel-Verband FIP nun seine Aktivitäten promotet. Im Fokus stehen dabei die besten Padel-Athleten der Welt, die überall auf dem Globus spielen werden. Für diesen Sommer sind noch einige Highlights angekündigt, die allen Fans packende Begegnungen und tolle Padel-Events bescheren werden. Daneben finden auch hochkarätig besetzte Turniere der World Padel Tour (WPT) statt.

 

Hier die Turnier-Highlights für die nächsten Wochen:

 

FIP Turnier Gran Canaria, 25. bis 31. Juli

Diese Junioren-Turnier zeigt die kommenden Athleten in Action. Es ist für junge Damen und Herren ausgeschrieben. Gespielt wird in den Altersklassen unter 14, unter 16 und unter 18.

 

WPT Turnier Malaga, 19. bis 24. Juli

Ein Turnier der höchsten Kategorie für Damen und Herren. Gespielt wird im Palacio Desportes José María Martín Capena.

 

FIP Turnier Malaga, 15. bis 21. August

Detaillierte Informationen zu dem Profi-Turnier folgt in Kürze hier und auf der Webseite des Verbandes FIP sowie auf der Turnierliste der WPT.

Padel als Wettkampf

Die deutsche Padel-Szene entwickelt sich langsam, aber stetig. Über die Faszination, Padel zu spielen, haben wir an dieser Stelle schon viel geschrieben. Den riesigen Spaß, den Padel dir ermöglicht, erlebst du natürlich am einfachsten, wenn du selbst auf den Court gehst. Inzwischen ist Deutschland ja schon ganz gut aufgestellt, was frei buchbare Padel-Courts angeht. Aber so richtig treibst du einen Sport ja erst dann, wenn du um Punkte spielst, und sei es in der untersten Liga oder bei einem offenen Turnier. Wir haben beim Deutschen Padel Verband nachgefragt, wie Interessierte Teil des Liga- oder Punktspielbetriebes werden können.

Holger van Dahle ist Präsident des Deutschen Padel Verbandes und derzeit ein viel beschäftigter Funktionär. Denn in Deutschland gibt es inzwischen mehr als 50 Padel Clubs, die ständig mit Fragen auf der Matte stehen. Dabei geht es immer häufiger um den Liga-Spielbetrieb. Denn viele der zirka 12.000 Aktiven, die in Deutschland Stand heute auf den knapp 170 Padel Courts regelmäßig spielen, sind interessiert daran, Padel als Teamsport bei Punktspielen zu betreiben oder an offiziellen Turnieren teilzunehmen, um Ranglistenpunkte zu erkämpfen. Soviel vorweg: Um an Turnieren teilzunehmen ist eine Clubmitgliedschaft nicht erforderlich.

Padel Lizenz erwerben und losspielen

Während bei allen anderen Sportarten in Deutschland die Clubmitgliedschaft die Eintrittskarte für den Turnier- und Wettkampfsport ist, gestaltet sich das für Padelspieler*innen anders. Hier genügt der Erwerb einer für ein Jahr gültigen Lizenz, die ganz unkompliziert auf der Verbandswebseite angefordert werden kann. Für 40 Euro Jahresbeitrag sind Lizenzinhaber berechtigt, sich für Turniere der German Padel Series anzumelden. Im vergangenen Jahr gab es über 180 GPS-Turniere, die sich durch die Ranglistenpunkte unterscheiden, die pro Turnier zu bekommen sind. Es gibt die Kategorien GPS 1000, 500, 250 und 100, wobei die Zahl jeweils für die Ranglistenpunkte steht, die zu erspielen sind. Logischerweise sind Anfänger besser bei den „Niedrigpunkt-Turnieren“ aufgehoben als gleich bei einem 1000er-Turnier. Zum Prinzip zählt außerdem, dass Turniersieger eines Anfängerturniers (GPS 100) nach ihrem „Titelgewinn“ nur noch bei höher gerankten Turnieren teilnehmen dürfen – das dient dem Schutz der Anfänger. Die Turnierveranstalter entscheiden selbst, welche Turnierart sie ausschreiben. Grundsätzlich gibt es Wettbewerbe für offene Damen und Herren sowie Ü35, Ü45 und Ü55 Wettbewerbe, für die es auch nationale Ranglisten gibt. Wichtig für Turnierbetreiber: Der Verband fordert keine Melde- oder Turniergebühren von Veranstaltern. Diese haben also völlig freie Hand, ihr Turnier zu organisieren und Teilnahmegebühren festzulegen.

Ligabetrieb nach Himmelsrichtung organisiert

Für die Punktspielrunde melden sich drei Zweierteams als Mannschaft an, sofern sie über eine Lizenz verfügen. In der Saison 2021 waren 44 Teams gemeldet, die in vier Regionen Deutschlands gebündelt werden: Süd, Nord, West und Ost. Hier werden an gebündelten Spieltagen die Regionalmeister ausgespielt, die dann auf der deutschen Amateur-Liga-Meisterschaft um die Mannschafts-Krone und den Aufstieg in die Bundesliga spielen. Darüber hinaus ist der Deutsche Padel Verband Ausrichter des Bundesliga-Spielbetriebs. In den vergangenen Jahren waren in der Bundesliga ebenso viele Mannschaften gemeldet wie bei den Amateuren. Und auch das Prozedere war dasselbe. Gespielt wurde in vier Regionalgruppen an festen Terminen. Die jeweiligen Gruppensieger spielen dann den Deutschen Padel-Meister untereinander aus.

Im Jahr 2021 wurden folgende Meistertitel vergeben:

  • Damen: TC Grötzingen
  • Herren: TC Weiden
  • Herren Ü30: STC Oberland
  • Herren Ü40: STC Oberland
  • Herren Ü50: TC Weiden

Die Liga-Termine für das laufende Jahr sind hier einzusehen.

Informationen zum Spielbetrieb sind auf der Webseite des Deutsche Padel Verbands einzusehen. Außerdem haben die Betreiber von Padel-Anlagen die Möglichkeit, Turniere unter der Schirmherrschaft der Deutschen Padel Verbandes auszutragen. Alle Informationen und Anmeldung hier.

Padel Schiedsrichter und Trainer gesucht

Neben dem Turnier- und Ligasport kümmert sich der Deutsche Padel Verband auch um die Ausbildung von Trainern und Schiedsrichtern. Dazu sind Leistungszentren entstanden, die für beide Bereiche Schulungen anbieten. Organisiert werden die Lehrgänge von fünf Bundesstützpunkten in Hamburg, Wallau, Grötzingen, Geretsried und Kamen. Das Einstiegszertifikat ist der „C-Trainer“, den Spielerinnen und Spieler absolvieren können, die die Padel-Grundtechniken beherrschen. Gerade C-Trainer sind derzeit sehr gefragt, da viele Padel-Neulinge gerne Einführungskurse über Clubs oder kommerzielle Anlagen buchen würden.

Padel bei den Terra Wortmann Open

Bei einem der wichtigsten deutschen Tennisturniere stand der mobile Padel Court von padelBOX im Rahmen der Padel-Roadshow bei den Terra Wortmann Open in Halle/Westfalen!

Durch die hervorragende Position des Courts auf dem Gelände, konnte jeder Besucher Padel einfach und unkompliziert ausprobieren. Mit verschiedenen Programmpunkten, wie dem Kids Training, der One-Point-Challenge und den Sponsoren-Tagen mit Wilson und Dunlop, hatten die Besucher ebenfalls ein kleines Rahmenprogramm. Viele Zuschauer positionierten sich um den Court um sich die neue Trendsportart anzusehen oder eines der begehrten gelben Tshirts zu ergattern. Wer selbst einmal auf dem Court spielen wollte, musste sich meistens etwas gedulden, da die Anfrage sehr hoch war. Die meisten von ihnen hatten zum ersten Mal ein Padel Racket in der Hand. Da sich Padel schnell erlernen lässt und immer der gemeinsame Spaß im Vordergrund steht, kam der Court bei allen sehr gut an und sorgte für eine mächtige Padel-Euphorie während des Turniers.

Neben Begeisterung für den Sport, haben viele Besucher sich u.a. auch über die Padel-Regeln erkundigt, nach Unterschieden zwischen Padel und Tennis gefragt und welche Padel Ausrüstung man braucht. Wenn du auch mehr über den Trendsport wissen willst, schau doch mal in unseren anderen Blogartikel vorbei. In unserem Padel-Shop findest du alles, was du für dein nächstes Match auf dem Padel Court brauchst!

Des Weiteren untermalte das Engagement des Westfälischen Tennisverbands die Präsenz von Padel bei den Terra Wortmann Open. Der Verband bietet u.a. mit Unterstützung durch padelBOX CONSULTING Informationsmöglichkeiten zum Thema „Padel im Tennisverein“ an, so dass sich Menschen vor Ort schnell Fakten über Themen wie Platzbau oder Padel im Tennisverein sichern konnten.

Das Fazit der Turnierwoche in Halle fällt also durchweg positiv aus! Mehr als 3.000 Personen haben in dieser Zeit Padel auf dem mobilen Court gespielt. Da es momentan nur 124 Padel Courts in Deutschland gibt (zum Vergleich: In Spanien sind es mehr als 14.000!), war das größte Ziel die Aufmerksamkeit auf den Trendsport zu legen und das Wachstum in Deutschland weiter voran zu treiben und Padel-Point als Padel-Marke zu etablieren.

 

Padel Roadshow Halle

Padel in der Schweiz

Auch bei unserem Nachbarn in der Schweiz ist die Padel-Bewegung mächtig im Aufruhr. Der Verband in unserem Nachbarland heißt SUIPA (Suisse Padel Association) ermöglicht Sportlern mit Schweizer Pass sehr unkompliziert an eine Spieler-Lizenz zu kommen. Dann ist der nächste Schritt, Teil der Schweizer Padel-Rangliste zu werden, nur noch ein kleiner. Wir haben mit Vorstandsmitglied Anouk Faure gesprochen, die im Verband für die Padel-Ausbildung zuständig ist und sich zudem um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Anouk ist außerdem Teammitglied des Schweizer Damen National-Teams und die Viertplatzierte der Schweizer Damen-Rangliste. Sie skizziert uns im Interview, wie rasant sich Padel in der Schweiz entwickelt.

Im Interview mit Anouk

Anouk, wie viele Schweizer spielen zurzeit aktiv Padel?

Anouk Faure: Es ist schwer zu sagen, wie groß die Padel-Bevölkerung in unserem Land ist, aber wir können schätzen, dass jeder Padel-Standort in der Schweiz durchschnittlich 150 Spieler hat. Derzeit gibt es in der Schweiz 44 verschiedene Padel-Standorte. Die meisten von ihnen befinden sich in Tennis- oder Sportclubs, aber in den letzten Jahren haben wir reine Padel-Zentren (Indoor) gesehen, die eröffnet wurden und zum Padel-Wachstum beigetragen haben. Bei 44 verschiedenen Padel-Sites mit ca. 90 Padel-Courts können wir sagen, dass wir derzeit etwa 6.500 Spieler in der Schweiz haben.

Und wie viele Clubs sind in der Schweiz registriert?

Anouk Faure: Wir haben heute sieben reine Padel-Clubs in der Schweiz. Eines der ersten und ältesten Indoor-Padel-Only-Center befindet sich in Basel: „Play Padel Pratteln“. Dieser Club und sein aktives Managementteam haben neben anderen Padel-Standorten eine große Rolle in den früheren Jahren der Padel-Entwicklung in der Schweiz gespielt. Die jüngsten Padel-Only-Zentren sind jetzt auch unsere größten Indoor-Padel-Clubs in der Schweiz: „Padel7“ (in Staad, St. Gallen), Padelta (in Rothenburg, Luzern), die beiden neuen PDL-Zentren (jeweils in Zürich und Schaffhausen) und Urban Padel (in Lausanne, Waadt). Diese brandneuen Clubs bieten erstaunliche Einrichtungen und hatten in den wenigen Monaten seit ihrer Eröffnung bereits großen Erfolg.

Wie ist der Liga-Spielbetrieb in der Schweiz organisiert?

Anouk Faure: Im Jahr 2021 hatten wir 630 PAIRS, die Turniere gespielt haben. Dies sind 1.230 Spieler*innen, die an SUIPA-Turnieren (Schweizer Meisterschaften und Master) oder an der SUIPA-Tour (Turniere, die von den Mitgliedsvereinen organisiert und von der SUIPA überwacht werden) teilnehmen. Zusätzlich zu diesen Spielern organisiert die SUIPA auch jedes Jahr die National Interclubs und hat 2022 ein brandneues Format eingeführt, das von zwei neuen Teammitgliedern der SUIPA neu gestaltet und entwickelt wurde: Ryan Breval & Fadi Quahog. Wir danken ihnen, dass sie ihre Zeit aufgewendet und einen gut durchdachten Interclub-Wettbewerb für 2022 geschaffen haben (Infos zum neuen Format).

Wie werden Interessenten Teil der Schweizer Rangliste?

Anouk Faure: Um sich anzumelden und an der Schweizermeisterschaft teilzunehmen, muss man Schweizer Bürger oder Einwohner der Schweiz sein. Der Spieler muss sich natürlich in seiner entsprechenden Kategorie anmelden. Um mit dem Sammeln von Punkten zu beginnen und in der nationalen Schweizer Rangliste zu erscheinen, müssen Interessenten zuerst eine Lizenz erwerben. Der zweite Schritt besteht darin, ein Turnier zu finden, das zum Athleten oder zur Athletin passt. Dazu haben wir auf unsere Webseite einen stets aktualisierten Wettkampf-Kalender positioniert. Spieler*innen können sich online mit den Daten ihres Partners anmelden oder sich direkt an den organisierenden Club wenden. Es ist möglich, ohne Lizenz zu spielen, aber dann besteht nicht die Möglichkeit, Punkte für die Rangliste zu sammeln. Außerdem haben lizenzierte Spieler Vorrang vor nicht lizenzierten Spielern. Die SUIPA bietet verschiedene Turnierkategorien an: CAT 1, CAT2, CAT3, CAT4 & CAT5. Diese Kategorien sind gemischt (sowohl Männer als auch Frauen können teilnehmen). Dazu kommen noch die Kategorie WOMEN, die Kategorie VET 45+ sowie die Kategorien Juniors U18, U16 und U14.

Welche Schweizer Padel-Anlagen und -Clubs sind besonders schön?

Anouk Faure: Das ist eine schwierige Frage. In der ganzen Schweiz gibt es mehrere schöne Padel-Spots. Man kann Orte in den Bergen mit atemberaubender Aussicht oder erstklassige Einrichtungen in den Städten finden. Die Liste aller Padel-Standorte in der Schweiz ist auf unserer Website hinterlegt.

Wie organisiert ihr die Ausbildung und wie werden Trainer geschult?

Anouk Faure: Wir haben derzeit 27 zertifizierte Padel-Trainer in der Schweiz. Wir sehen eine große Nachfrage an Trainingskursen und freuen uns, diesen Sommer den allerersten Level 2-Kurs (Ausbilderkurs für fortgeschrittene Trainer) anbieten zu können. Die Padel-Ausbildungsstruktur in der Schweiz wurde 2019 vom Verband SUIPA in Zusammenarbeit mit Mauri Andrini und seiner Akademie “Hello Padel” geschaffen. Ursprünglich aus Argentinien und jetzt in Spanien lebend, ist Mauri unser SUIPA-Expertencoach, der in die Schweiz reist und persönlich alle Instruktorenkurse gibt. Die Bildungsstruktur besteht aus drei Stufen und jede muss der Reihe nach bestanden werden.

Mit welchen Verbänden kooperiert ihr?

Anouk Faure: Die SUIPA ist ein voll anerkanntes Mitglied der International Padel Federation (FIP) und der European Padel Federation (FEPA). Wir haben in der Vergangenheit ein FIP-Turnier organisiert und hoffen, bald ein weiteres internationales Event in Zusammenarbeit mit diesen Institutionen organisieren zu können. Die SUIPA ist die einzige Organisation in der Schweiz, die berechtigt ist, offizielle Delegationen (Schweizer Nationalmannschaften) zu entsenden, um die Schweiz bei allen offiziellen und anerkannten internationalen Wettbewerben zu vertreten. Im Jahr 2021 belegte unsere Schweizer Frauen-Nationalmannschaft den 3. Platz an den von der FEPA organisierten Europameisterschaften 2021 in Bilbao. Wir danken unserem brandneuen Sponsor Babolat, der den Verein seit Anfang 2022 unterstützt und neben anderen Projekten unseren Nationalmannschaften hilft, an den verschiedenen internationalen Mannschaftsveranstaltungen (Juniors Euro Champs & Active World Championships unter anderem) teilzunehmen.

Anouk, herzlichen Dank für diese interessanten Einblicke in den Schweizer Padel-Betrieb!

Anouk Faure ist Vorstandsmitglied des Schweizer Padel-Verbands SUIPA

Anouk Faure ist Vorstandsmitglied des Schweizer Padel-Verbands SUIPA

Vienna Padel Open

Mit Spannung haben Athleten, Sponsoren und Padel-Experten die Vienna Padel Open in Wien erwartet. Das Profi-Turnier in Österreichs Hauptstadt war die erste Veranstaltung dieses Ausmaßes in der Alpenrepublik – und ein Erfolg in jeder Hinsicht. Nach den spannenden Finalpartien am Sonntag, 12. Juni konnte Turnierdirektor Dominik Beier eine durchweg positive Bilanz ziehen.  Den Sieg in der Damenkonkurrenz sicherten sich die an zwei gesetzten Spielerinnen Ariana Sánchez und Paula Josemaría. Nach einer packenden rein spanischen Partie lautete das Endergebnis 4:6, 6:4 und 6:3, in der auch die zweitplatzierten Gemma Triay/Alejandra Salazar das Publikum von der ersten Minute an zu begeistern wussten.

Bei den Herren waren die Argentinier Sanyo Gutiérrez und Agustín Tapia nicht zu schlagen. Im denkwürdigen Endspiel entschieden sie gegen die favorisierten Spanier Alejandro Galán und Juan Lebrón den ersten Satz souverän mit 6:1 für sich, hatten in Durchgang zwei aber nicht den Hauch einer Chance und gaben ihn mit 0:6 an die Spanier ab. Der dritte Satz brachte dann mit 7:6 die denkbar knappste Entscheidung zugunsten des argentinischen Spitzen-Teams. Der Lohn für eine durchgehend starke Turnierwoche sowohl bei den Damen wie auch bei den Herren konnte sich sehen lassen: 20.000 Euro Preisgeld schütteten die Turnierveranstalter für die Turniersieger aus, 14.000 Euro nahmen die im Finale unterlegenen Teams mit nach Hause.

200.000 Euro Preisgeld – über 10.000 Fans

Die Steffl-Arena stand die gesamte Woche vom 5. bis 12. Juni im Zeichen des Trendsports Padel und markiert einen künftigen Fixpunkt im künftigen Turnierkalender der Padel-Profis. Insgesamt zählten die Veranstalter gut 10.000 Besucher an und um die Courts, die in der Steffl Arena installiert worden waren. Als Preisgelder wurden insgesamt 200.000 Euro ausgezahlt. Nicht nur die Besucher des Turniers wurden hier intensiv mit Padel konfrontiert – auch das österreichische Fernsehen ließ sich den sportlichen Leckerbissen nicht entgehen. ORF Sport+ und LOLA 1 hatten die Vienna Padel Open in ihrem Programm.

Ein toller Auftakt für Profi-Padel-Sport in Österreich, organisiert durch die World Padel Tour und namhafte Sponsoren ist in jeder Hinsicht gelungen.

Vienna Padel Open: Sponsor Padel-Point mit starkem Auftritt

Bei den Vienna Padel Open präsentierte sich Padel-Point mit einem attraktiven Rahmenprogramm. Beim ersten Turnier seiner Art im deutschsprachigen Raum wollte der führende Ausrüster für den Padel-Sport in Europa den Besuchern und Padel-Fans die Möglichkeit geben, Padel auf individuelle Art und Weise auch in der Praxis kennenzulernen. Am Turnier-Freitag und Turniersamstag hatten die Besucher der Steffl-Arena die Gelegenheit, selbst zum Padel-Racket zu greifen und verschiedenen Schläger der großen Marken auszuprobieren. Darüber hinaus gab es ein „Dauer-Dartturnier“, bei dem täglich Gutscheine für den Padel-Point-Shop zu gewinnen waren. Das beste Dart-Ergebnis der Woche wurde mit einem besonders attraktiven Preis belohnt: Es ging um zwei VIP-Tickets für Final-Matches am Sonntag. Aber auch diejenigen, die beim Dart keine absolute Treffsicherheit bewiesen haben, gingen nicht leer nach Hause. Jeder Wurf der drei Wertungspfeile wurde mit einem Padel-Point-T-Shirt belohnt.

Ein wichtiger Meilenstein für den Profi-Padelsport in Europa

Mit den Vienna Padel Open haben die Veranstalter und Sponsoren gezeigt, dass der professionelle Padel-Sport das Zeug hat, ein großes Publikum zu begeistern. Es ist zu erwarten, dass in vielen europäischen Städten Turnier folgen werden und die Faszination für den Trendsport Padel öffentlichkeitswirksam erlebbar machen. Wer Padel selbst einmal ausprobieren möchte, findet auf der Infoseite von Padel-Point alle relevanten Informationen über Anlagen in der Nähe, Ausrüstung und Spielbetrieb.

Generell gelten die Österreicher ja als sehr sportaffin, nicht nur was den Skisport angeht. Padel wird bereits seit 1995 in organisierter Form gespielt. Der Österreichische Padelverband organisiert landesweite Padel-Turniere und ist verantwortlich für Nationalteams, in denen rund 70 Spielerinnen und Spieler auch international an Turnieren sowie an Welt- und Europameisterschaften teilnehmen. Sowohl beim Weltverband FIP wie auch beim europäischen Padelverband FEPA ist der ÖPV als Mitgliedsverband registriert. Der Verbandspräsident Michael Reinthaler geht davon aus, dass derzeit über 2.000 Österreicher*innen regelmäßig Padel spielen.

Padel in Österreich: 40 Anlagen mit etwa 90 Plätzen

Im Direktvergleich zu Deutschland sind die Österreicher bei der Versorgung mit Padel-Anlagen und Padel-Courts eine Nasenlänge voraus, wenn man die Zahlen auf die Einwohner umrechnet: 40 Padel-Anlagen mit etwa 90 Courts stehen derzeit in Österreich zur Verfügung. Dazu sind inzwischen 30 Padel-Clubs beim Verband gemeldet. An den offiziellen Turnieren des Verbandes nehmen derzeit zirka 150 Athleten regelmäßig teil. Um in Österreich um offizielle Ranglistenpunkte zu spielen, benötigen Padelspieler*innen eine Lizenz, die sie absolut unkompliziert beim Verband beantragen können. Eine Clubmitgliedschaft ist dazu nicht nötig. Die österreichische Meisterschaft wird als „ÖPV Slam Tour“ veranstaltet und umfasst vier Turniere der höchsten von drei Landeskategorien. Die Gewinner eines der Slam-Turniere erhalten 500 Ranglistenpunkte, vorausgesetzt, sie sind im Besitz einer Spielerlizenz und ein Wohnsitz in Österreich liegt als Voraussetzungen für die Teilnahme vor. Darüber hinaus gibt es im Jahr 2022 zwölf ÖPV-Turniere, bei denen jeweils 250 Ranglistenpunkte zu holen sind und für die sich lizensierte Spieler*innen anmelden können. Derzeit sind in Österreich zwei professionelle Padel-Trainer für den Verband aktiv und einige Anbieter locken interessierte Padel-Könner mit Trainer-Ausbildungen.

Die schönsten Padel-Anlagen in Österreich

Selbstverständlich gibt es auch für österreichische Padel-Fans Padel-Anlagen, die auf jeden Fall ein Match wert sind. In der österreichischen Hauptstadt finden Padel-Sportler Idealbedingungen auf der Anlage am Prater vor. Die Anlage nennt sich „Padel & Beachsport“, ist mit acht Courts ausgestattet und befindet sich in der unmittelbaren Nähe des Prater. Auch in der Steffl Arena kann inzwischen regelmäßig Padel gespielt werden. Hier finden vom 5. bis zum 12. Januar die Vienna Padel Open statt, ein internationales Profi-Turnier, das der WPT ausrichtet und somit erstmalig Profi-Padelsport in der österreichischen Hauptstadt einem großen Publikum präsentiert. Hier geht’s direkt zum Turnier.

Eine besonders beliebte Padel-Anlage finden Padel-Fans im Donaustädtchen Tulln nordwestlich von Wien. Drei ganzjährig bespielbare Courts und unterschiedlichste Trainingsangebote sind hier geboten. Eine nicht minder attraktive Anlage liegt im niederösterreichischen Hagenbrunn. Beide Anlagen sind auch jeweils Austragungsort eines ÖPV Slam-Turniers mit Ranglistenpunkten.

Fazit: Auch in unserem Nachbarland Österreich wachsen die Begeisterung und das Interesse für den Padel-Sport kontinuierlich. Die Zahl an Turnieren – national wie international – steigt und immer mehr Neulinge begeistern sich für diesen faszinierenden Sport.